Aus dem Regelwerk

Beim Motocross der Nationen geht es um eine kombinierte Wertung in drei Klassen: der MXGP (bisher MX1) für Maschinen bis 450ccm, der MX2 für Motorisierungen bis 250ccm und der MXopen mit freier Wahl der Motorisierung (bis 450ccm).

Jedes Nationenteam kann für jede Klasse einen Fahrer benennen. Dazu kann ein Reservefahrer nominiert werden, der Ersatzfahrer für alle drei Klassen ist. Ein Wechsel der Fahrer innerhalb der Klassen ist nach Nennung nicht möglich. Die Meldefrist endet eine Monat vor dem Rennen. Die Vergabe der Startnummern richtet sich nach dem Ergebnis des Vorjahres.

Der Zeitplan sieht für Samstag die Freie Trainings vor, danach die Qualifikationsläufe – jeweils getrennt nach den einzelnen Klassen. Die Startreihenfolge wird am Vorabend des MXoN ausgelost.

Die Ergebnisse bei den Qualifyings ergeben eine Punktzahl, die über die Platzierung jedes Nationalteams in einem Gesamtranking entscheidet. Die besten 19 Mannschaften sind für das A-Finale qualifiziert. Die Teams auf den Plätzen 20 bis 31 starten im B-Finale, die Teams auf den Rängen 32 bis 44 im C-Finale. Sollten mehr als 44 Teams am Nationencross teilnehmen, ist bei einer schlechteren Platzierung als Rang 44 keine Teilnahme an einem Finallauf mehr möglich. Die jeweils besten Mannschaften des B- bzw. des C-Finals können noch in das jeweils höhere Finale nachrücken.

Das A-Finale am Sonntag besteht aus drei Rennen , bei denen jede Klasse ein Mal gegen die anderen beiden fährt: MXGP und MX2, MX2 und MXopen, MXGP und MXopen. Die Rennen gehen über 30 Minuten plus zwei Runden. Siegreich ist am Ende das Nationenteam mit der niedrigsten Punktezahl. Das Ergebnis basiert auf den zusammengerechneten Platzierungen der einzelnen Fahrer in den Läufen, wobei nur fünf Ergebnisse zählen und das schlechteste ein Streichergebnis ist.

Rückblick

Das Motocross der Nationen hat in seiner fast 70-jährigen Geschichte einige Veränderungen im Regelwerk erlebt. Beim ersten Rennen im Jahr 1947 in den Niederlanden gingen die Fahrer ausschließlich auf 500ccm-Maschinen an den Start. Mit der technischen Weiterentwicklung der Motorräder kam 1961 der „Trophy of Nations“ für Maschinen mit 250ccm als parallele Veranstaltung zu den MXoN hinzu. Mit dem „Cup of Nations“ erhielt 1980 auch die 125ccm-Klasse eine eigene Nationenwertung. 1985 erfolgte durch die internationale Motorsportvereinigung FIM eine grundlegende Reglement-Änderung. Seither sind unter dem Titel „Motocross of Nations“ alle drei Klassen bei einem Event am Start.

 

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