Dennis Ullrich rettet Team Germany im Qualifying-Drama

Dennis Ullrich rettet Team Germany im Qualifying-Drama

Maggiora/Italien. Der Qualifikations-Tag beim prestigeträchtigen „Motocross der Nationen“ im italienischen Maggiora hatte am Samstag eigentlich hervorragend begonnen. Obwohl das Team Germany bei der Verlosung der Qualifikations-Startplätze am Morgen mit Platz 35 das Glück nicht auf seiner Seite hatte, starteten die deutschen Piloten extrem motiviert ins Freie Training und zeigten alle drei, dass sie mit der Motocross-Elite gut mithalten können. Team-Germany-Mannschaftskapitän Max Nagl (29) brillierte dabei auf der 1.650 Meter langen Hartboden-Strecke mit einem zweiten Platz, Dennis Ullrich (23) und Henry Jacobi (19) positionierten sich mit jeweils einem zwölften Rang im soliden Mittelfeld der 38 teilnehmenden internationalen Teams.

Am Mittag wendete sich dann jedoch plötzlich das Blatt, als Nagl in seinem Qualifikations-Lauf in der MXGP-Klasse in der letzten Kurve der ersten Runde zu Boden ging und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Und auch Henry Jacobi landete in seinem Qualifying ganz hinten, fuhr ihm in der ersten Runde ein Konkurrent ins Motorrad und ging danach dann auch noch zwei Runden vor Schluss sein Motor kaputt. „Durch die schlechte Startposition, die wir bei der Auslosung gezogen haben, bin ich leider schlecht losgekommen. Durch den Sturz musste ich hart kämpfen, um mich von Position 38 nach vorne durchzuschlagen. Gerade als ich 21. war, hatte ich dann den technischen Ausfall und dachte nur, dass das jetzt echt nicht wahr sein kann. Für das B-Finale am Sonntag sind wir nun aber das Favoriten-Team und werden wirklich alles daran setzen, hier das große Wunder von Maggiora wahr zu machen“, fasste der 19 Jahre alte KTM-Pilot aus Bad Sulza in Thüringen zusammen.

Effektiv punkten konnte schließlich der dreifache ADAC MX Masters-Champion Ullrich, der mit einem guten elften Platz in seinem Qualifikations-Lauf die deutsche Motocross-Nationalmannschaft vor einem enttäuschenden Abschluss bewahrte. Durch sein Ergebnis beförderte er das Team Germany ins B-Finale, das am Rennsonntag vor den Hauptrennen ausgetragen wird. Die Piloten, die dieses dann für sich entscheiden, haben ab mittags die Chance, mit den anderen 19 Mannschaften in die Rennen zu starten, die es beim Qualifying direkt in den A-Aufstellung geschafft hatten. „Klar ist der Druck jetzt natürlich groß, weil wir hier mit dem Ziel hergefahren sind, in die Top Fünf zu kommen, aber wir sind ein tolles Team, das auch in solchen schwierigen Situationen zusammenhält. Ich blicke von daher positiv auf diese eine Möglichkeit, die wir jetzt durch das B-Finale noch haben“, kommentierte der 23 Jahre alte Kämpfelbacher die Lage beim MXoN in Italien.

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